PUBLIC DEPARTMENT NETWORK

Use of Force

PUBLIC

Grundsätze, Eskalationsstufen und Verhältnismäßigkeit beim Einsatz von Zwangsmitteln.

PUBLIC
Los Santos Police Department

Use of Force
Modell

Das Use-of-Force-Modell dient als Orientierung, welche polizeilichen Maßnahmen abhängig vom Verhalten einer Person und der bestehenden Gefahrenlage verhältnismäßig eingesetzt werden können.

Grundsätzlich ist immer das mildeste geeignete Mittel zu wählen, das zur sicheren Kontrolle der Situation erforderlich ist.
Grundprinzipien

Verhältnismäßigkeit vor Eskalation

Zwangsmittel werden nicht eingesetzt, weil sie verfügbar sind, sondern weil die konkrete Situation ihren Einsatz erforderlich macht.

Erforderlichkeit

Eine Maßnahme muss zur Kontrolle der bestehenden Situation notwendig sein.

Verhältnismäßigkeit

Die Intensität der Maßnahme muss zur tatsächlichen Gefahrenlage passen.

Schutz von Leben

Der Schutz von Officers, Bürgern und unbeteiligten Personen besitzt höchste Priorität.

Use of Force Continuum

Eskalationsstufen

Mit zunehmender Gefahr können stärkere polizeiliche Maßnahmen erforderlich werden.

Stufe 4

Lebensbedrohlich

Es besteht eine unmittelbare Gefahr für das Leben eines Officers oder anderer Personen.

→
Zulässige Reaktion

Lethal Force

Einsatz der Dienstpistole beziehungsweise tödlicher Gewalt als letztes Mittel.

Beispiele und weitere Informationen +
Mögliche Situationen
  • Angriff mit einer Schusswaffe
  • bewaffneter Täter mit unmittelbarer Bedrohung
  • Angriff mit einem tödlichen Gegenstand
  • unmittelbare Lebensgefahr für Dritte
Grundsatz

Tödliche Gewalt ist ausschließlich dann zulässig, wenn die bestehende Gefahr nicht durch ein milderes geeignetes Mittel kontrolliert werden kann.

Stufe 3

Unkooperativ – Aktiv

Die Person leistet körperlichen Widerstand, greift an oder versucht aktiv, sich einer polizeilichen Maßnahme zu entziehen.

→
Zulässige Reaktion

Less-Lethal

Taser, Schlagstock oder andere geeignete nicht-tödliche Zwangsmittel.

Beispiele und weitere Informationen +
Mögliche Situationen
  • körperlicher Widerstand
  • Angriff auf Officers
  • aktiver Fluchtversuch
  • aggressives Verhalten mit konkreter Gefahr
Mögliche Mittel
  • Taser
  • Schlagstock
  • körperliche Kontrolle
  • Unterstützung weiterer Officers
Stufe 2

Unkooperativ – Passiv

Die Person verweigert Anweisungen oder arbeitet nicht aktiv mit, zeigt jedoch keine körperliche Gewalt.

→
Zulässige Reaktion

Empty-Hand Controls

Polizeigriffe, körperliche Kontrolle, Fixierung und Sicherung.

Beispiele und weitere Informationen +
Mögliche Situationen
  • Anweisungen werden ignoriert
  • Person weigert sich stehen zu bleiben
  • passives Blockieren einer Maßnahme
  • keine aktive körperliche Gewalt
Mögliche Maßnahmen
  • Polizeigriffe
  • kontrolliertes Festhalten
  • Fixierung
  • Sicherung mit Kabelbindern oder Handschellen
Stufe 1

Kooperativ

Die Person verhält sich ruhig, kooperativ und folgt den Anweisungen des Officers.

→
Zulässige Reaktion

Verbale Anweisungen

Kommunikation, klare Anweisungen, Identitätsfeststellung und einfache Kontrollen.

Beispiele und weitere Informationen +
Typisches Verhalten
  • folgt polizeilichen Anweisungen
  • verhält sich ruhig
  • leistet keinen Widerstand
  • stellt keine unmittelbare Gefahr dar
Ziel

Die Situation soll durch Kommunikation, klare Anweisungen und professionelles Auftreten ohne Zwangsmittel gelöst werden.

Wichtig: Das Modell ist keine starre Reihenfolge.

Die Eskalationsstufen müssen nicht zwingend nacheinander durchlaufen werden. Entsteht unmittelbar eine lebensbedrohliche Lage, darf ein Officer direkt auf die entsprechende Gefahrenstufe reagieren. Gleichzeitig ist eine höhere Eskalationsstufe nicht gerechtfertigt, wenn ein milderes geeignetes Mittel ausreicht.

Situationsbeispiele

Wie wird das Modell angewendet?

Entscheidend ist nicht ausschließlich, was eine Person sagt, sondern welche tatsächliche Gefahr und welcher Widerstand vorliegt.

Beispiel 01

Ruhige Verkehrskontrolle

Die Person bleibt im Fahrzeug, folgt den Anweisungen und verhält sich ruhig.

Stufe 1: Verbale Anweisungen und reguläre Kontrolle.
Beispiel 02

Person verweigert Anweisung

Die Person weigert sich, einer Anweisung zu folgen, greift jedoch niemanden an.

Stufe 2: kontrollierte körperliche Maßnahmen können erforderlich werden.
Beispiel 03

Aktiver körperlicher Widerstand

Die Person schlägt nach einem Officer oder versucht sich aktiv gewaltsam einer Festnahme zu entziehen.

Stufe 3: geeignete Less-Lethal-Mittel können eingesetzt werden.
Beispiel 04

Unmittelbare Lebensgefahr

Eine Person richtet eine Schusswaffe auf Officers oder unbeteiligte Personen.

Stufe 4: Lethal Force kann unmittelbar gerechtfertigt sein.
Grundsatz des LSPD

Kontrolle statt unnötiger Eskalation.

Ein professioneller Officer bewertet jede Lage anhand der tatsächlichen Gefahr, schützt Menschenleben und setzt nur die Maßnahmen ein, die zur sicheren Bewältigung der Situation erforderlich und verhältnismäßig sind.